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Gelbfieberimpfung
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Herzlich Willkommen in der Reisemedizinischen Praxis !

Die Reisemedizinische Praxis im ZfS-Zentrum für Sportmedizin ist vom Innenministerium NRW nach den Leitlinien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) lizensierte Gelbfieberimpfstelle. Neben allen reiserelevanten Impfungen und Medikationen erhalten Sie bei uns die Gelbfieberimpfung oder auch ein Impfbefreiungszeugnis (WHO Exemption Certificate).

Diese Seite stellt Ihnen die Gelbfieberimpfung vor. Am Ende dieses Textes finden Sie einen Aufklärungsbogen zum herunterladen. Diesen Bogen sollten Sie vor Ihrem Beratungstermin lesen und sorgfältig ausfüllen. Wir bitten Sie, den ausgefüllten Bogen und alle vorhanden Impfunterlagen aus vergangener Zeit zu Ihrem Impftermin mitzubringen.

Impfstoffe sind stets vorrätig. Wir stehen Ihnen montags, mittwochs und freitags von 8:00h bis 18:00h und dienstags und donnerstags von 10:00h bis 22:00h zur Verfügung. Eine telefonische Terminvereinbarung hilft Wartezeiten zu vermeiden. Im Falle akuter Erkrankung oder terminlicher Engpässe bitten wir um frühestmögliche Absage.
Die  Gelbfieberimpfung sollte spätestens 10 Tage vor Ihrer Abreise erfolgen. Ihr Impfschutz und das Impfzertifikat in Ihrem Impfpass sind 10 Tage nach erfolgter Impfung gültig.


Was ist Gelbfieber und wo tritt diese Erkrankung auf ?

Gelbfieber ist eine durch den Stich der Gelbfiebermücke (Aedes aegyptii) übertragene lebensbedrohliche Tropenerkrankung. Die Krankheit kommt in den tropischen Regionen des sogenannten Gelbfiebergürtels (v.a. Afrika, aber auch Südamerika) vor und wird durch das Gelbfieber-Virus verursacht. Dieses Virus ist ein 40 bis 50 nm großes RNA-Virus aus der Familie der Flaviviren. Da das Virus Affen als „Zwischenwirte“ befällt, von denen es durch die Gelbfiebermücke (=Vektor) auf den Menschen übertragen wird, ist es nur sehr schwer auszurotten. Jährlich erkranken derzeit weltweit etwa 200.000 Menschen an Gelbfieber, es sterben etwa 30.000 dieser Patienten an den Folgen der Erkrankung (90% davon in Afrika).


Wie verläuft die Erkrankung ?

Die Infektion äußert sich zunächst in einem Fieberschub begleitet von Kopfweh, Gliederschmerzen, Schüttelfrost und Übelkeit. Die Krankheit kann nach diesem Stadium ohne bleibende Schäden ausheilen. Bei etwa 15% der Patienten kommt es zu einer zweiten Krankheitsphase. Dabei kommt es zur Gelbsucht infolge einer Leberschädigung durch das Virus. Diese kann schleichend eintreten und zunächst sehr gering ausgeprägt sein. Im Frühstadium wird dann nur ein besonderes Hautphänomen, die sogenannte „Spanische Flagge“ wahrgenommen. Durch Blutungen im Magendarmtrakt kann es zu Erbrechen von magensäureversetztem Blut kommen. In Südamerika wird die Krankheit aufgrund dieser Symptome "Vomito negro" (Schwarzes Erbrechen) genannt. Im weiteren Verlauf zeigt die zunehmende Gelbfärbung der Haut verbunden mit einer starken Blutungsneigung aller Schleimhäute ein fortschreitendes Leberversagen an. Diese Krankheitsphase endet bei über der Hälfte der Erkrankten tödlich. Es sterben dabei insgesamt etwa 10-20% aller Gelbfieberpatienten. Wird die Infektion überlebt, besteht lebenslange Immunität.


Wie kann ich mich schützen ?

Bei Reisen in Gebiete des Gelbfiebergürtels wird dringend eine Impfung angeraten. Der Impfschutz beginnt 10 Tage nach der Impfung und hält für mindestens 10 Jahre an (in vielen Fällen für 30–40 Jahre). Ein einmalige Verabreichung des Impfstoffes (0,5 ml Stamaril®) unter die Haut oder in den Oberarmmuskel ist ausreichend. Als Impffolge kommt es bei etwa 20% aller Geimpften am 5. bis 8. Tag nach der Impfung zu grippeartigen Symptomen.

In den vergangenen Jahren wurde aus den USA, Brasilien und Australien über wenige Fälle schwerer Impfkomplikationen mit Todesfolge berichtet. Dies betraf überwiegend immungeschwächte Patienten (z.B. HIV-Erkrankte). Es stehen den bis heute etwa 500 Millionen verabreichten Impfdosen weltweit etwa 15 Todesfälle gegenüber. In Relation zum zuverlässigen Gelbfieberschutz, den die Impfung bietet, wird dieses Risiko als sehr gering bewertet.

Der Impfstoff ist gemäß Hersteller nicht für Säuglinge unter 6 Monaten geeignet. An Schwangere sollte der Impfstoff nur nach strenger Risiko-Nutzen-Abwägung verabreicht werden. Bei Personen ab dem 60. Lebensjahr ist wegen eines erhöhten Risikos schwerer Nebenwirkungen die Indikation für eine Erstimpfung streng zu stellen. Nicht geimpft werden sollten abwehrgeschwächte Personen (beispielsweise mit einer HIV-Infektion). Zurückhaltung und strenge Indikationsstellung ist bei Patienten mit einer Hühnereiweißallergie angebracht, da der Impfstoff auf Hühnerembryonen gezüchtet wird. Hierbei kann ggf. unter stationärer Beobachtung im Krankenhaus geimpft werden. Bei zurückliegender Verabreichung von Immunglobulinen (=passiver Immunisierung) muss ein Abstand von mindestens 3 Monaten zur Gelbfieberimpfung eingehalten werden. Andere Lebendimpfstoffe (Mumps, Masern, Röteln) sollten entweder gleichzeitig mit der Gelbfieberimpfung oder im Abstand von 4 Wochen davor oder danach verabreicht werden. Für die Dauer von 4 Wochen nach der Gelbfieberimpfung sollte man kein Blut spenden, um das Impfvirus nicht an den Transfusionsempfänger weiterzugeben.

Die Gelbfieber-Impfung darf nur durch speziell weitergebildete Ärzte verabreicht werden („Gelbfieber-Impfstelle“).


Besteht eine Impfpflicht ?

Einige Länder Afrikas, Südamerikas und Asiens sind vom Gelbfieber bedroht. Es kommen Überträgermücken und infizierbare Affen als Zwischenwirte in diesen Ländern vor, ohne dass die Krankheit dort bislang existiert. Um zu vermeiden, dass das Gelbfiebervirus in diese Länder eingeschleppt wird, verlangen sie von ausländischen Besuchern den Nachweis einer Gelbfieberimpfung, wenn diese durch Gelbfiebergebiete gereist sind (auch als Transitreisende). Sie muss durch eine Impfbescheinigung nachgewiesen werden, die 10 Tage nach der Impfung gültig wird und 10 Jahre lang gilt. Eine Liste über alle Länder, die eine Gelbfieberimpfung verlangen, wird von der WHO veröffentlicht.

Kann die Impfung aus einem der oben beschriebenen Gründe nicht durchgeführt werden, ist eine Befreiung von der Impfpflicht möglich. Das in diesem Fall notwendige Impfbefreiungszeugnis (Exemption Certificate) wird durch eine von der WHO anerkannte Gelbfieberimpfstelle ausgestellt.


Wie lange ist Gelbfieber bekannt und seit wann kann man sich dagegen schützen ?


Der kubanische Arzt und Wissenschaftler Carlos Juan Finlay entdeckte 1881 die Stechmücke Aedes aegyptii als Überträger des Gelbfiebers. Während der Herrschaft Napoleons wurde versucht, in Haiti die Sklaverei wieder einzuführen. Dazu wurde eine Expeditionsarmee von mindestens 25.000 Mann nach Haiti geschickt. Dabei starben so viele Soldaten an Gelbfieber, dass die Franzosen 1803 abziehen mußten und Haiti 1804 unabhängig wurde.

Eine weitere Episode in Zusammenhang mit Gelbfieber ist der Bau des Panamakanals. Der Bau wurde unter Führung des französischen Ingenieurs Ferdinand de Lesseps, der schon den Suezkanal erfolgreich gebaut hatte, zunächst abgebrochen und dann von amerikanischer Seite fortgesetzt. Dabei kamen besonders Arbeiter aus Afrika zum Einsatz, weil man annahm, diese seien bereits immun. Man schätzt, dass etwa auf jeden Meter Panamakanal ein toter Arbeiter kommt. De Lesseps musste den Bau daraufhin einstellen. Erst die USA konnten den Kanalbau vollenden. Um die Mückenlarven zu töten, wandten die USA die Erkenntnisse aus Kuba während des Spanisch-Amerikanischen Krieges (1898) an und leerten konsequent alle Wassergefäße. Außerdem wurde in sämtliche stehenden Gewässer Petroleum gegossen, um das Wachstum der Larven zu verhindern. Die Gelbfiebererkrankung gab es ursprünglich nur in Südamerika. Später breitete sich die Erkrankung nach Afrika aus. Obwohl auch in Ländern Asiens die Überträgermücke vorkommt, hat sich die Erkrankung bisher nicht bis nach Asien ausbreiten können.

Den Gelbfieberimpfstoff gibt es seit 1937. Er wurde von dem südafrikanischen Mikrobiologen Max Theiler (1899–1972) am Rockefeller-Institut nach Versuchen an Affen und Mäusen entwickelt. Für diese Leistung erhielt er 1951 den Nobelpreis für Medizin.

Zum Download des Informationsbogens zur Gelbfieberimpfung bitte hier klicken


 
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